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Wenn der Regen fällt

Wenn früher der Regen fiel, habe ich mich frei gefühlt. Wenn der Himmel blass war und dieser unvergleichliche Duft in der Luft lag, zog es mich hinaus. Plötzlich schien die Welt zur Ruhe gekommen zu sein und es gab nur noch mich und den Augenblick. Ich war alleine und fühlte mich doch geborgen. Das leise, meditative Trommeln der auf das Blätterdach fallenden Tropfen brachte eine Leichtigkeit über mich, die andere bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel verspüren mussten. So zumindest stellte ich mir das vor. Ich mochte den blauen Himmel ebenfalls, aber wirklich zuhause war ich im Regen. Im Frühlingsregen,…

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Die Sache mit der Selbsterkenntnis

Ich bin mitunter impulsiv, handle überstürzt und bereue im Nachhinein, was ich getan habe. Und das möchte ich ändern. Ich möchte in Zukunft gerne bedachter und gelassener auf aufwühlende Ereignisse reagieren. Ich gerate sehr leicht ins Grübeln und zerrede in inneren Monologen oft Tatsachen, die ich nicht beeinflussen kann. Ich möchte lernen, diese Tatsachen schlicht akzeptieren zu können. Ich tue mich schwer mit Kritik. Ich nenne mich kritikfähig und meine damit eigentlich, dass ich immer offen für Lob bin. In Zukunft will ich mit Kritik anders umgehen und sie differenziert betrachten, anstatt sie von vornherein als (berechtigten) Angriff auf mein…

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Genau so, wie ich bin

Ein wunderbarer Aspekt meines derzeitigen Lebens ist das Wissen, dass es äußerst unwahrscheinlich ist, in diesen Wäldern jemandem über den Weg zu laufen. Als ich letzten November hier ankam, habe ich aus diesem Grund bald damit begonnen, draußen zu tun, wonach mir der Sinn steht. Ich singe, ich meditiere, ich fange spontan an zu joggen, telefoniere über Lautsprecher und, nun ja, ich spreche mit mir selbst – und gestern hatte ich mir einiges zu sagen. Wie zum Teufel komme ich dazu, mich am laufenden Band zu bemitleiden? „Ich bin alleine, ich fühle mich einsam, niemand interessiert sich für mich, ich…

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Eine Leidenschaft für das Nichts

Nehmen wir an, die Idee des Karmas ist real und es ist nicht entscheidend, was man tut, sondern was die Absicht dahinter ist. Dann ist es unmöglich, irgendjemanden zu belügen. Dann gibt es kein Schlupfloch. Es muss im Innersten beginnen. In meinem Innersten brennt eine große Leidenschaft für das Nichts, für die Negation. Das war schon immer so. Als ich vor geraumer Zeit begonnen habe, mich im Zuge eines substanziellen Blicks auf meine Werte und Einstellungen mit optimistischeren Grundhaltungen auseinanderzusetzen, schien es mir, als müsste ich diese Leidenschaft irgendwann hinter mir lassen. Ich habe versucht, mich mit diesem Gedanken anzufreunden;…

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Ein bisschen weniger Angst

Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Das frage ich mich viel zu selten, in der Regel wäre die Antwort nämlich eine ziemlich ernüchternde. In der Regel würde ich dann nämlich einfach nur mit der Tatsache konfrontiert, unsicher und ängstlich zu sein. Und davor fürchte ich mich. Das Leben ist ein seltsames Geflecht aus Hell und Dunkel. Von uns wird angeblich verlangt, nicht länger ängstlich zu sein, um schließlich unsere Ängste zu überwinden, jeden Zweifel zu begraben, um den Zweifeln endlich entgegentreten zu können und sich selbst zu lieben, um Liebe verstehen zu lernen. Das alles jedoch ohne Garantie, einfach…

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